Was ist ATCM?


Die ATCM ist die Aktualisierte Traditionelle Chinesische Medizin. Ihre Grundlage und ihre Philosophie ist der Daoismus (Taoismus).

 

ATCM ist die Zusammenführung von moderner Medizintechnologie, wie sie in der Schulmedizin Anwendung findet und der alten daoistischen Philosophie über Naturgesetze und Gesundheit. Diese Vereinigung zu einem ganzheitlichen System mit einer einheitlichen Struktur ist vergleichbar mit dem Sichtfeld der Augen. Mit jeweils einem Auge kann man sehen, überleben und sich orientieren. Aber erst wenn beide Augen zusammenarbeiten entsteht ein genaues, scharfes und deutliches Bild, das den Blickwinkel erweitert und das sehen vereinfacht.

ATCM ist:

  • Naturmedizin
  • Bio-Therapie
  • Ganzheitliche Medizin
  • Ursächliche Therapie
  • Einheitliche Medizin
  • Individuelle Therapie

 

Das Wort „Daoismus“ leitet sich ab von „Dao“ (Tao), einem Begriff der chinesischen Philosophie, der bereits lange vor dem Daodejing verwendet wurde, aber erst in diesem Text seine zentrale Stellung und besondere, universale Bedeutung erhielt. „Dao“ bedeutete ursprünglich „Weg“, im klassischen Chinesisch aber bereits „Methode“, „Prinzip“, „der rechte Weg“. Bei Laozi nimmt dann der Begriff des Dao die Bedeutung eines der ganzen Welt zugrunde liegenden, alldurchdringenden Prinzipes an. Es ist die höchste Wirklichkeit und das höchste Mysterium, die uranfängliche Einheit, das kosmische Gesetz und Absolute. Aus dem Dao entstehen die „zehntausend Dinge“, also der Kosmos, und auch die Ordnung der Dinge entsteht aus ihm, ähnlich einem Naturgesetz, doch ist das Dao selbst kein omnipotentes无所不能Wesen, sondern der Ursprung und die Vereinigung der Gegensätze und somit undefinierbar.
Philosophisch könnte man das Dao als jenseits aller Begrifflichkeit fassen, weil es der Grund des Seins, die transzendente Ursache ist und somit alles, auch den Gegensatz von Sein und Nicht-Sein, enthält. In diesem Sinne kann nichts über das Dao ausgesagt werden, weil jede Definition eine Begrenzung enthält. Das Dao ist aber sowohl unbegrenzte Transzendenz als auch das dem Kosmos, dem All immanente Prinzip.
Das Wirken des Dao bringt die Schöpfung hervor, indem es die Zweiheit, das Yin und das Yang, Licht und Schatten, hervorbringt, aus deren Wandlungen, Bewegungen und Wechselspielen dann die Welt hervorgeht.
In der ATCM spielt aber nicht nur Yin und Yang als Einheit eine Rolle, sondern auch die fünf Elemente (Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz). Beide Systeme werden in Kombination auf den menschlichen Körper als Universum bezogen.
Die ATCM ist eine moderne einheitliche und gleichzeitig ganzheitliche Medizin, eine Kombination aus moderner Schulmedizin und traditioneller chinesischer Medizin. Sieht man nur das System der Schulmedizin oder der traditionellen chinesischen Medizin alleine, so kann man schnell die großen Nachteile des jeweiligen Systems erkennen.

Die Schulmedizin sieht die Ursache von Krankheit bei Menschen nicht im Zusammenhang des Ganzen, sondern nach Organsystemen aufgeteilt. Mit dem Einsatz ihrer Medikamente und Behandlungsmethoden wird sie zu einer Art Pauschalmedizin mit einzelnen Fachgebieten, bei dem sich jeder Arzt nur auf sein Gebiet beschränkt und den Blick für das ursächliche Geschehen und den Überblick über die Zusammensetzung des individuellen Organismus verliert.
Onkologen behandeln Krebsgeschehen, Internisten behandeln Krankheiten der inneren Organe usw. Hieraus ergibt sich das Problem, dass keiner der Fachärzte die anderen Organsysteme in die Diagnose und Behandlung ursächlich mit einbezieht, bzw. die Entwicklung die in den anderen Systemen beobachtet. Ein Beispiel: Bei Brustkrebs wird die Brust behandelt, mit Bestrahlung oder über das Körpersystem mit Chemotherapeutika, die das Ziel haben die Krebszellen zu zerstören. Die Schulmedizin beschränkt sich also mehr oder weniger auf die Behandlung des lokalen Krebsgeschehens. Anderer Organsysteme wird nicht oder nur sehr vernachlässigt bedacht. Sind andere Organe schon geschwächt könnte eine Chemo zwar die Krebszellen in der Brust zerstören, aber die geschwächten Organe noch mehr schwächen.
Werden bei einer Krebsbehandlung Chemotherapeutika verabreicht, die die Nieren schädigen (evtl. erst nach Abschluss der Chemo), muss der Patient zum Urologen und von ihm weiterbehandelt werden. Daraus ergibt sich ein weiteres Problem: nicht nur, dass die Nieren des Patienten durch die Chemo geschädigt wurden und er von Arzt zu Arzt geschickt wird, sondern auch dass der jeweils neubehandelnde Arzt den Patienten und dessen Krankheitsgeschichte nicht persönlich begleitet hat und diese deswegen nur aus Gutachten oder Berichten deuten muss. Hinzu kommt wiederum, dass der Urologe nur den Nierenschaden behandeln kann. Es wird hier nur symptombezogen behandelt und nicht vorausschauend bzw. den Nebenwirkungen der Behandlung entsprechend.
In der Schulmedizin haben die meisten Medikamente und auch die Behandlungsarten deutliche Nebenwirkungen, die oft erst Jahre später auftreten und dann nicht mehr der verursachenden Handlung direkt zugeordnet werden können. Daran denkt aber fast kein Facharzt, wenn er eine bestimmte Krankheit behandelt. Ihm geht es nur darum die Krankheit für sein Verantwortungsgebiet zu beseitigen. Dass dies oft nur für kurze Fall Tatsache ist spielt oft keine Rolle. Wenn ein Problem nicht ursächlich an der Wurzel behandelt wird sondern nur oberflächlich an den Symptomen, taucht das Problem bald an einer anderen Stelle auf, vielleicht nur mit einem anderen Gesicht.
Man kann sagen die Schulmedizin ist eine Art Pauschalmedizin. Ein Mittel für eine bestimmte Krankheit und das für jeden, der die Krankheit hat. Dass aber die Krankheit des Patienten A eine komplett andere Ursache haben könnte als die gleiche Krankheit bei Patient B, daran denkt keiner der Schulmedizinier. Als Beispiel wäre hier gut der Kopfschmerz zu nennen. Zwei Patienten, ein Symptom/Krankheit, ein gleiches Mittel: ASS. Könnte aber der Kopfschmerz von Patient A evtl. von einer Nervenstörung der Nieren oder des Magens und der Kopfschmerz von Patient B von einer Durchblutungsstörung des Kopfes herrühren? Dann wäre bei Patient A ASS das falsche Mittel, da es ja Nieren und Magen belastend wirkt. So komt man zurück zum Thema Nebenwirkung der Schul(-Pauschal-)medizin.
Die gute Seite der Schulmedizin ist die Genauigkeit der Diagnose und der Untersuchung. Durch verschiedenste Geräte wie Mikroskope, Computer, CT usw. können Krankheiten bis aufs kleinste lokalisiert werden, Entwicklungen zeitnah und genau dokumentiert und festgestellt werden. Die Schulmedizin hat für die Diagnosen, die sie stellt immer ein Beweis anhand von Zahlen, Werten oder Bildern parat.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine über Jahrtausende angewendete Medizin, eigentlich eine Philosophie und deren Deutung zur Linderung und Vorbeugung von Krankheiten. Sie sieht den Menschen mit seinen Organen und dem übrigen Organismus als Einheit und aus den fünf Elementen, aus Yin und Yang zusammengebaut. Als ein kleines Universum des großen Universums.
Jeder Körperteil des Menschen kann man zu einem dieser Systeme zuordnen und danach Aussagen darüber treffen, wo das Problem des Organismus liegt. Die Theorien anwenden zu können bedarf es aber einiger Übung, Erfahrung und viel Wissen über Vergangenheit, Kultur soziale Gefüge und Naturverständnis der TCM. Die alte TCM hatte nur diesen Teil des Wissens über den menschlichen Körper. Anatomische und physiologische Kenntnisse sowie biochemische Zusammenhänge des Organismus fehlen und fließen daher auch nicht mit in die Diagnose und Behandlung mit ein. Dieser Aspekt ist erst der Schulmedizin geglückt, die sich aber allein auf diese Erkenntnisse gestützt hat und die philosophische Betrachtungsweise der TCM außer Acht gelassen hat.
Die Theorie der TCM stützt sich vor allem auf das Vorhandensein von Qi und den Meridianen. Für beides gibt es allerdings keine Beweise, so dass die Existenz beider fragwürdig erscheint. Der TCM fehlen in der Regel die medizinisch wissenschaftlich untermauerten Beweise für ihre Aussagen. Dass die TCM in vielen Fällen funktioniert, daran bleibt kein Zweifel. Nur muss man auch sagen, dass die TCM in vielen Fällen veraltet erscheint und an die Grenze der Glaubwürdigkeit stößt. Es gilt die alten Aussagen modern zu beweisen. Dann kann man viel mehr Menschen (Schulmediziner, Krankenkassen etc.) vom richtigen Verständnis und vom richtigen Weg der TCM überzeugen und ihr zu mehr Anerkennung verhelfen.

Die ACTM verbindet die Theorie von Krankheiten und deren Behandlung der traditionellen chinesischen Medizin mit den technischen Möglichkeiten und wissenschaftlichen Erkenntnissen der Schulmedizin, um ihre Diagnosen zu beweisen.
Die ATCM ist eine moderne einheitliche, ganzheitliche Medizin und eine wissenschaftliche Theorie, die die Ursache von Krankheiten behandelt und nicht nur die Symptome.
In der ATCM werden die Philosophie der traditionellen chinesischen Medizin und die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft und Medizin zusammengeführt. Wie in vielen anderen alternativen Medizinen gibt es auch in der TCM viele Gegenstände, die auf Aberglauben beruhen oder sich auf nicht bewiesene Aussagen stützen (hier wäre als Beispiel das Qi zu nennen). Die ATCM versucht die Aussagen der TCM naturwissenschaftlich zu beweisen, und so Fakten zu schaffen oder unwahre Behauptungen zu entkräften. Deswegen ist es bei der ATCM sehr wichtig, dass die Therapeuten nicht nur ein medizinisch fundiertes Wissen haben sondern sich auch in den anderen Naturwissenschaften gut auskennen. Die ATCM sucht die Beweise vor allem in den Fächern Physik, Chemie und Biologie. Auch die Geschichte und Kultur sowie die Entwicklung der Medizin aus China ist ein unabdingbarer Bestandteil des Wissens eines ATCM-Therapeuten. Die TCM hat sich die Behandlungsmethoden in der Natur gesucht. Die ATCM sucht nun die Beweise für die Theorie der TCM in den Naturwissenschaften.
Es werden keine Behauptungen aufgestellt, die nicht auch bewiesen und belegt sind.
Der Weg der ATCM ist unendlich und er ist der Weg der Ewigkeit. Das bedeutet, es gibt kein Ende auf dem Forschungsweg, genau wie es kein Ende bei Yin und Yang und den fünft Elementen gibt. Die Natur, bzw. der Mensch wird immer neue Probleme in Form von Krankheiten produzieren, die es zu verstehen gilt.
Die Grundstufen der ATCM sind: Gesundheit
Weisheit Ewigkeit.
Zuerst muss der Körper des Menschen gesund sein. Es gibt nichts Wichtigeres im alltäglichen Leben als die Gesundheit. Ohne einen gut funktionierenden Organismus wird jegliche Entwicklung sehr schwer. Deswegen wird in der ersten Stufe dem Körper des Menschen durch eine Behandlung zu Gesundheit verholfen. Danach kann sich der Mensch auf seinen Pfad der Erkenntnis machen den Sinn des Lebens, seiner Existenz, seines Weges, seines Standortes, seiner Entwicklungsstufe und das Zusammenspiel von Yin und Yang und den fünf Elementen zu verstehen. Die ATCM ist daher viel mehr als nur eine Medizin, die Krankheit lindert und vorbeugt. Die ATCM ist eine Lebenseinstellung, die lehrt im Einklang mit Daoismus miteinander gesund zu leben und seine starken Gene so an die nächsten Generationen weiter zu geben.
Durch die Erlangung der Weisheit kann man der den Weg der Ewigkeit erkennen. Das ist das Ziel. Die Übergänge der Stationen Gesundheit
Weisheit Ewigkeit sind fließend und parallel. Man muss nicht erst eine Entwicklung komplett abschließen, um die nächste Erkenntnis zu erlangen. Man sieht immer ein Stückchen voraus und immer auch ein Stückchen zurück.
Unterstützt wird der Vorgang stetig durch Beweise der Natur und der Entwicklung der Menschen. Immer Schritt für Schritt: Auf eine Aussage folgt ein Beweis. Dies geht so weiter bis in die Ewigkeit.
Dabei spielt die Einheitlichkeit eine große Rolle. Die Lehre der ATCM muss so vermittelt werden, dass viele verschiedene Menschen und viele verschiedene Charaktere den gleichen Weg erkennen und zusammen gehen können. So ist die Entwicklung viel schneller und genauer. Eine einheitliche Lehre bedarf aber immer vieler Beweise. Wir finden so also einen Mittelweg aus TCM mit viel Aberglauben und Behauptungen, aber viel Erfahrung, Wissen sowie Individualität und der Schulmedizin mit weniger Erfahrung, mehr Pauschalbehandlung, aber einer viel besseren Beweisdiagnostik und präziseren Eingriffen.

 

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